Bundesamt für Naturschutz

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Ausstellungen und Konzerte

Vilm - ein Künstlerort in der Vergangenheit und Gegenwart

Vilm ist für die Landschaftsmalerei ein besonderer Ort. Die Stille der Insel und der Vilmer "Urwald" mit seinen mächtigen Buchen und Eichen zog im Mittelalter Einsiedlermönche und seit der Romantik Landschaftsmaler an. Beginnend mit Caspar David Friedrich kamen in den vergangenen 200 Jahren über 330 Maler nach Vilm. Zu den bedeutendsten gehörten der Dresdner Arzt und Landschaftsmaler Carl Gustav Carus sowie der von Goethe sehr geschätzte und geförderte Weimarer Maler Friedrich Preller d. Ä..

Mit der Eröffnung eines Hotels (1886) verstärkte sich der Zulauf von Künstlern. Vilm wurde zu einem Künstlerort für die Landschaftsmalerei. In den Gemälden spiegeln sich fast alle Strömungen der Landschaftsmalerei seit der Romantik wieder.

An diese künstlerische Tradition des Ortes knüpfen wir mit den Ausstellungen und Konzerten an. Wir wollen mit unserem Angebot andere Zugänge und einen neuen Blick auf Natur und Landschaft eröffnen. Adressiert ist dieser Teil der Akademiearbeit sowohl an die Tagungsteilnehmer/innen als auch an die Bewohner/innen und Gäste Rügens.

Möglich wird dies durch die Zusammenarbeit des Vereins zur Pflege des Natur- und Kulturerbes der Insel Vilm e.V. (Vilm-Verein e. V.) mit dem Bundesamt für Naturschutz.


Konzerte auf Vilm

Die Natur war und ist eine wichtige Quelle der Inspiration für die Musik und die Komponisten. Umgekehrt kann Musik unsere Aufmerksamkeit, unsere Gestimmtheit für die Schönheit und Erhabenheit von Natur und Landschaft erhöhen. 

In der Reihe "Musik und Natur" wollen wir diese Verbindungslinien und Berührungspunkte hörbar machen. 2018 sind drei Konzerte geplant. 

 


Frühjahr

13. April 2018


Matheus Mendoza Baião
Sati Jimenez


Matheus Mendoza Baião (Geige) und
Sati Jimenez (Cello) spielen Werke von Glière, Bach, Haydn, Händel und Halvorsen

Der brasilianische Geiger Matheus Mendoza Baião und der französische Cellist Sati Jimenez, beide Meisterstudenten an der Hochschule für Musik und Theater Rostock, bringen mit südländischem Temperament die schönsten Werke der barocken Cello- und Geigenmusik, die Partita E-Dur und die Cello Suite III von Johann Sebastian Bach zum Funkeln vor der fantastischen Sonnenuntergangskulisse der Insel Vilm. Dazu ertönt weitere Musik von Haydn, Händel, Halvorsen und Glière.
Das Konzert ist eine Veranstaltung des Vilm-Vereins in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater Rostock und dem Bundesamt für Naturschutz.


Sommer

12. Juli 2018


Andrii Stadniuk (c) Andrii Stadniuk
Olha Tomyna (c) Olha Tomyna

Andrii Stadniuk (Tuba) und Olha Tomyna (Klavier) spielten Werke von Hildegard von Bingen, Capuzzi, Chopin, Skrjabin, Prokofjew und Gregson

 

Im Rahmen der Jahreszeiten-Konzertreihe auf der Insel Vilm waren der ukrainische Tubaist Andrii Stadniuk begleitet von der ebenfalls ukrainischen Pianistin Olha Tomyna zu Gast. Die beiden Musiker sind Meisterstudenten an der Hochschule für Musik und Theater Rostock und an der Hochschule für Musik und Medien in Hannover und verzauberten das Publikum mit voluminösen Klängen vor der sommerlichen Sonnenuntergangskulisse der Insel Vilm mit Werken von Hildegard von Bingen, Capuzzi, Chopin, Skrjabin, Prokofjew und Gregson.



Die Überfahrt von Lauterbach nach Vilm erfolgt um 19.00 Uhr. Das Konzert beginnt jeweils um 19.45 Uhr.

Kartenvorbestellungen (Eintritt 11 €, Überfahrt 6 €) unter: 038301/86-138, annette.pahl@bfn.de

 


Ausstellungen auf Vilm


Kunst mit Gebrauchswert - die Plastiken und Skulpturen von Hans Werner Kratzsch und Bernhard Misgajski


Stahlstuhl-Skulptur Misgajski
Stuhl-Skulptur Kratzsch

Diese Stühle dürfen benutzt werden. In der Nähe des Einganges zum Tagungshaus platziert, sind sie bei schönem Wetter eine willkommene Verbesserung der Sitzmöglichkeiten in den Konferenzpausen. Der Rügener Holzbildhauer Hans Werner Kratzsch (geb. 1946) hat sie aus Eichenholz herausgearbeitet. Nicht ganz so bequem ist der Stuhl aus Stahl und Granit von Bernhard Misgajski (geb. 1950), dessen Stahlplastiken und Steinskulpturen in Sichtweite zu Vilm entstehen.


Skulpturen "Wasserzeichen"

Die Wasserzeichen lassen an die Masten von Segelschiffen denken. Sie setzen vertikale Zeichen in die Küstenlandschaft und laden das Auge des Betrachters zum längeren Genießen der schönen Aussicht ein.


Ausstellung im Generatorhaus - Photoarbeiten von Volkmar Herre


Photoarbeit Herre: "Der Baum und ich"
Photoarbeit Herre

Die Galerie im ehemaligen Generatorhaus zeigt mit der Dauerausstellung DER BAUM UND ICH großformatige Photoarbeiten von Volkmar Herre (geb. 1943). Der in Stralsund lebende Künstler betreibt seit 1994 intensive Baumstudien auf der Insel Vilm. Es entstanden vieldeutige Bilder vom Werden und Vergehen, Bilder voller Sinnbilder und Symbole. In der Formensprache der Natur entdeckt der Photografiker die Schönheit menschlicher Gestalt.

Später sind Arbeiten mit der Camera obscura hinzugekommen, die dem Geheimnis von Licht und Zeit nachspüren.

In der Edition herre sind ein Katalog, ein Photobuch ("Venus") und ein Bilderbogen zur Ausstellung erschienen, die auch am Empfang erhältlich sind.

Weitere Werke von Herrn Herre finden Sie unter: www.edition-herre.de


Letzte Änderung: 26.04.2018

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