Bundesamt für Naturschutz

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Planerische Leitlinien für die Behandlung des Landschaftsbildes bei Eingriffen

Themengebiet:

Schutzziele, Methoden und Instrumente des Naturschutzes

FKZ:

3514 82 1300

Laufzeit:

11/2014 – 06/2016

Problemstellung und Ziele

Der anhaltende Landschaftswandel wird unter anderem durch bundesrelevante Planungen und Eingriffe mitverursacht (z. B. Bundesverkehrswegeplanung, Bundesnetzplan). Um die im Bundesnaturschutzgesetz vorgegebenen Ziele der nachhaltigen Landschaftsentwicklung aus Bundessicht verwirklichen zu können, müssen Erfassung, Bewertung und Gefährdungsanalyse von Landschaften stärker kompatibel sein, soll diesen zu mehr Gewicht in bundesweiten Planungsverfahren verholfen werden.

Mit dem Vorhaben sollen in inhaltlich‐methodischer und aus räumlich‐konkreter Sicht Grundlagen für die Behandlung des Schutzgutes Landschaft aus bundesweiter Perspektive erarbeitet werden. Damit wird ein bundesweiter Überblick zur fachlichen Werteinstufung von Natur‐ und Kulturlandschaften in Deutschland gegeben, bei der die Landschaft als eigenes Schutzgut von Naturschutz und Landschaftspflege verstanden wird. Die praktische Bedeutung der angestrebten Ergebnisse des Forschungsvorhabens sind für den Umgang mit Eingriffen, wie etwa Verkehrsinfrastruktur, erneuerbare Energien, Netzausbau oder Flächenumwidmung für Wohnen und Gewerbe, von erheblicher Relevanz. Die Gliederungssystematik und die vorgeschlagene räumliche Abgrenzung der Landschaften sowie die vorzunehmende Bewertung werden dabei weniger auf bestimmte Eingriffe und deren „Bewältigung“ ausgerichtet, um die mehrfache Verwendung des Datensatzes, z. B. für naturschutzfachliche Beiträge zur Raumordnung, zu gewährleisten.

Zunächst wird im Vorhaben eine fachlich begründete Landschaftsabgrenzung und -bewertung erstellt, die für zahlreiche instrumentelle Zugänge eine zentrale Grundlage liefert. Anschließend wird in einem eigenen Arbeitsschritt spezifisch auf die Eingriffsproblematik eingegangen. Dabei werden auch methodische Hinweise erarbeitet, wie im Falle konkreter anstehender Eingriffe die Ergebnisse des Vorhabens durch weitere Bearbeitungsschritte konkretisiert und für den jeweiligen Fall handhabbar gemacht werden können.

Bearbeiter:

Universität Kassel, FG Landschaftsentwicklung/Umwelt- und Planungsrecht, Herr Prof. Dr.-Ing. Dr. iur. Andreas Mengel, Henschelstraße 2, 34109 Kassel;

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Professur für Landespflege, Herr Prof. Dr. W. Konold;

Beratend: Hochschule Geisenheim, Bereich Naturschutz und Umweltprüfung, Herr Prof. Klaus Werk

Ansprechpartner im BfN:

Jens Schiller, FG II 4.1

Letzte Änderung: 17.11.2015

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